Freitag, 7. Dezember 2007

Zurück aus Raki-Land

Spannend war's in Bosnien-Herzegowina. Durch die in Vlasenica stationierten Eufor-Soldaten erhielten wir durch viele Besuche bei verschiedensten Menschen ein recht umfassendes Bild der dort lebenden Serben (russisch-orthodoxen Glaubens) und Bosniaken (muslimischen Glaubens), deren Geschichten, Lebensweisen, Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Raki trinkt man überall, anbei das nette Fläschchen unserer Gastgeber.

Mittwoch, 21. November 2007

BLOGPAUSE

Dieses Blog wird in den nächsten zwei Wochen vermutlich nur sporadisch aktualisiert, da ich in den nächsten zwei Wochen in Bosnien in der Nähe von Sarajevo eine Dokumentation über EUFOR-Soldaten, die dort in verschiedenen Dörfern stationiert sind, drehe. Wünscht doch Alina Tretinjak, Gailute Miksyte und mir Viel Glück.

Dankeschön und Alles Gute,
Christian

Sonntag, 18. November 2007

Kleiner Zeitlupentest

Folgende Aufnahme wurde mit der HVX mit 50 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet und die Geschwindigkeit fließend mit der Time-remapping-Funktion in Adobe verändert. Schaut schön aus, finde ich. Falls DIVX installiert ist, einfach Photo anklicken, ansonsten gibts hier den DIVX-Player für PC und hier für Mac zum Download.



Viel Spaß.

Samstag, 17. November 2007

Mittwoch, 14. November 2007

TOTALE KONTROLLE?

Ich hab das hier in Österreich bisher ja gar nicht so mitbekommen;

Am 9. November hat der deutsche Bundestag mit 60 Prozent der Stimmen der "Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG; Drs. 16/5846 und 16/6979" zugestimmt.

Auf der Website Vorratsdatenspeicherung.de ist zu lesen:

"Nach einem Gesetz von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden.

Mit Hilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich. Zugriff auf die Daten sollen Polizei, Staatsanwaltschaft, Nachrichtendienste und ausländische Staaten erhalten, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung versprechen."

Ich fühle mich gar nicht wohl dabei und würde jedem in Deutschland lebenden vorschlagen, auch bei der Sammelklage des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung mitzumachen. Näheres findet man auf der oben erwähnten Seite.

Geht im Prinzip so: Man meldet sich Online an, druckt sich den Vordruck der Verfassungsbeschwerde aus und sendet ihn an den zuständigen Rechtsanwalt Meinhard Starostik nach Berlin.

Es muß bis zum 24.12.07 eingereicht werden (Datum des Poststempels gilt).

Sonntag, 11. November 2007

Verlorene Tage

Das Gefühl ist komisch. Schneide nun seit einigen Wochen an einer Doku über drei ältere Geschwister, die noch einmal in ihrem Elternhaus zusammentreffen, um die Geschichte des Hauses und ihre eigenen Geschichten für die Nachkommen festzuhalten. 19 Stunden Material, das man praktisch auswendig lernen muß, um damit zu arbeiten, 1000de Verknüpfungspunkte und Möglichkeiten, einen Film daraus zu machen... und ich komme auf keine Idee, wie es funktionieren kann. Durch den Blick aus meinem Fenster verfolge ich, wie der Winter kommt und werde das Gefühl nicht los, daß die letzten Tage verloren sind, neuer Input fehlt.

Heute fiel der erste Schnee in Wien und man konnte zuschauen, wie er wieder schmolz, das Ereignis des Tages.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Erwürgigung

1. Ich hätte nicht hingehen sollen

2. Das also ist ein Blackout

3. Es gibt gute Gründe für mich, hinter der Kamera zu stehen

4. Ich möchte nicht mehr darüber sprechen

5. Ich durfte das Preisgeld behalten, na immerhin

6. Schicke Urkunde is auch dabei, mit der man super angeben kann:


...

Ich geh doch hin.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Würdigungung

Scheine derzeit eine wahre Glückssträhne zu haben. Morgen bekomme ich von unserer Uni den Würdigungspreis für "hervorragende künstlerische Leistungen" verliehen.

Das ist super und vor allem der damit verbundene Geldsegen von 1000 Euronen.

Kann dann nächsten Monat doch meine Miete bezahlen, wider Erwarten. Das Dumme ist nur, daß ich von der lieben Sekretärin unserer Abteilung zum Abhalten einer kurzen Rede verdonnert worden bin. Das weiß ich jetzt ja auch schon eine ganze Weile, aber wie immer bei solch unliebsamen Dingen bin ich viel zu spät dran damit. Ich hab schon geschaut, ob man Dankesreden auch übers Internet bestellen kann... kann man natürlich, aber das ist mir dann auch zu doof.

Das Problem ist, man kann ja in Wirklichkeit nicht viel sagen außer Danke (an die Universität für die Auslobung dieses Preises, dem Kameradozenten für die Verleihung der Auszeichnung und der Chefetage der Abteilung, die einen für den Preis vorgeschlagen hat). Aber Danke allein ist ja noch keine Rede, also nicht ganz. Und sowas wie "gerade im Kunstbereich (ist das Bezahlen der Miete elementarer Bestandteil des Überlebens)" oder "gerade in Zeiten (in denen man krampfhaft versucht, auf eigenen Beinen zumindest stehen zu bleiben)" ist auch nicht das Wahre, also wahr schon, aber für eine Rede?

Ich glaub, ich geh morgen nicht hin, krank melden muss ich mich ja nicht, bin ja selbständig.

Freitag, 26. Oktober 2007

Farbige Weißabgleichskarten

Habe lange herumgetestet mit dem Weißabgleich. Den meisten Videofreaks wird bekannt sein, daß man ja meist vor dem Dreh eine weiße Fläche vor die Kamera hält, um eine möglichst neutrale Farbaufnahme zu erhalten. Bei HDV oder anderen ähnlich stark komprimierten Videoformaten hat man dann gelegentlich in der Farbkorrektur das Problem, daß sich bei intensiver Korrektur böse Artefakte bilden. Daher mache ich meinen Weißabgleich gerne statt auf einer weißen Fläche auf farblich leicht getönten Photos, die ich mit meinem Drucker auf 10x15cm großem Photopapier ausgedruckt habe.




Das Farbverhalten der Videokamera ist dabei komplementär zur abgefilmten Farbfläche. Also blaue Fläche vor die Kamera ergibt ein wärmeres Bild, magentafarbene Fläche ein grüneres (was bei Neonlicht sehr cool aussehen kann) und so weiter. Wenn Ihr es auch mal ausprobieren wollt, könnt Ihr hier die Farbflächen runterladen. Je höher die Zahl nach der Farbe, desto intensiver ist die Farbe und die Farbveränderung des Bildes.

Viel Spaß.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Sibirien-Clip online

Hab in aller Hektik einen kurzen Film mit meinen Sibirien-Bildern geschnitten und nun online gestellt. Nur auf das Photo des Dorfes klicken und kuckn.



Viel Spaß.

Ach ja, bei langsamen Verbindungen vielleicht erstmal die Pause-Taste drücken und warten, bis das Video geladen ist.

Oder hier Link zu Youtube. Schneller, aber schlechtere Qualität.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Ich habe Technik!

Oh man, wieder zurück aus Texas, dazu gibt's später mehr.

Nun drei Wochen im Internet verbracht; Technik kuckn und Preise vergleichen.

Gestern war der große Tag; zum Händler fahren und die Technik holen... war seit Texas nicht mehr so aufgeregt oder Weihnachten 1985, als ich diesen goldenen, funkferngesteuerten Jeep bekommen habe (und das ja wusste, weil ich vorher ja schon gesucht hab... oje und dann zeig Deinen Eltern bloß nicht, daß Du weißt, was Du kriegst!)

Und nun steht sie bei mir im Zimmer: eine nigelnagelneue Panasonic HVX 200 mit 2 P2 Karten, P2 Store und einem indischen Kompendium von Ebay mit Rod
-System (das sind die Stangen und Aufbauten, die das Kompendium mit der Kamera verbinden)...

Gestern noch alles installiert und ein kleines Problem gehabt beim Zusammenbauen der Jumbo Mattebox; Das Kompendium selber ist aus ABS-Kunstoff gefertigt und wird mit zwei Schrauben auf ein Metallstück geschraubt... dumm nur,
das eines der beiden Löcher im Kunststoffgehäuse um 2mm zuweit links gebohrt worden ist. Also meinen Bohrer raus, das Loch weiter ausfräsen und ZACK zusammenschrauben. Fertig! Sonst muss ich sagen, ist das ganze Teil für die 360 Euronen super gefertigt, 2 4x4-Filterladen, eine davon drehbar, zwei French-Flags (groß und klein ) und 2 Side-Flags sind auch schon dabei.

Jetzt kann's losgehen!


So, noch ein kleines Photo zum Post-Abrunden:


Ps.: Dies ist kein geklautes Bild, sondern wirklich ein Originalphoto meiner Kamera, hab nur den Hintergrund ausgetauscht, sieht schicker aus. Also: Neidisch sein Leute!

... oder von mir mieten :o)




Ps.: Danke Papa.

Dienstag, 10. Juli 2007

Mein erster Spielfilm

Juhuu, am Freitag geht's los. Nach langen Geldbeschaffungsmaßnahmen haben wir nun das Geld für unseren ersten Spielfilm zusammen. Er wird den Titel "Inside America" tragen. Gedreht wird ab nächster Woche beinahe 2 Monate in Brownsville, Texas, direkt an der Grenze zu Mexico und es soll ein dokumentarisch gedrehter Spielfilm werden, der sich aus einer festen Handlung und dokumentarisch gedrehten Bildern zusammensetzt. Fast alles Handkamera.

Warum Texas? Die Regisseurin Barbara Eder hat nach ihrer Matura (so nennen die Österreicher ihr Abitur) ein Jahr dort gelebt und vieles an Erinnerungen mit sich herumgetragen. Daraus entstand ein wirklich gutes Drehbuch, das wir nun verfilmen wollen.

Gedreht wird in ganz kleinem Team, eben Barbara Eder (Regie), Constanze Schumann (Produktion), Atanas Tcholakov und Gailute Mksyte (Ton), Andy Thalhammer (Licht und Kameraassistenz) und ich (Kamera). Für Babara und Constanze ist es der Diplomfilm an der Filmakademie Wien.

Habe gestern vom Filmgeräteverleiher Stoeger die Kamera mit allem Zipp & Zapp abgeholt. Wir drehen mit der HVX200 auf DVCPRO HD mit P+S-Adapter und einem Zeiss Distagon-Optikensatz.

Licht ist für einen Spielfilm recht klein, aber mehr gibt das Budget einfach nicht her; 1200er und 575er HMI flickerfree, 2 1KW-Stufen 4 300W-Leuchten und ein paar Kinoflos, die wir bereits per Spedition nach USA verfrachtet haben, weil es günstiger ist, als sie vor Ort zu leihen.

In der nächsten Zeit werde ich hier einige Erfahrungen unseres Drehs hineinschreiben, sozusagen wie ein persönliches Tagebuch. Fragen werde ich, falls zeitlich möglich, gern beantworten.

Anbei noch ein paar Bilder unserer Kamera:


So sieht sie aus im Gesamten...


so, von schräg hinten...


Der Canon-Röhrensucher wird von einem
Canon-Akku mit Energie versorgt, das Bild
über den Cinch-Ausgang der Kamera
abgegriffen, leider als 4:3 gestretchtes Bild,
das heißt Eierköpfe im Sucher.


P+S produziert ein Winkelstück, an das man
den Sucher montieren kann, ist wichtig und
sollte man auf jeden Fall haben.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Helikopterflug

Wollte ich noch erwähnen, bin seit vorgestern wieder aus Sibirien zurück und es war ein phantastisches Erlebnis, kann ich im Sommer nur empfehlen. Habe den ersten Helikopterflug mal zeigeraffert und etwas zusammgestutzt. Vorausgesetzt DIVX ist installiert, kann man sich einen ersten Zusammenschnitt anschauen. Die Photos zeigen den Heli und die Konstruktion, an der die FX1 befestigt war, simpel und nur für Zeitrafferaufnahmen tauglich, weil die Vibrationen des Helikopters so stark sind, das Einzelbilder zittern, aber für kurze Effektshots reichts. Kurzes Video zum Aufbau hier.

VERWEHTE bei ARTE

Falls es noch irgendjemand heute liest; Heute Nacht um 00:35 Uhr ist die Erstausstrahlung unseres Kurzfilmes VERWEHTE mit Susanne Lothar, Ulrich Mühe und Emily Cox. Regie führte Tobias Dörr, das Drehbuch hat Selina Gnos geschrieben und ich hab die Bilder dazu gemacht. Der Film entstand als Kooperation zwischen der Filmakademie Wien und der HFF Potsdam, mehr Infos gibts hier. Würde mich freuen, wenn der eine oder die andere reinschaut.