Mittwoch, 28. Mai 2008

AN ALLE ÖSTERREICHER und INNEN

... und diejenigen von Euch, die österreichisches Fernsehen schauen können:

Am Montag, 02. Juni 2008 auf ORF2 in art.genossen um 23.30 ist unser Film



zu sehen, für den ich im Februar die Bilder gestaltete und über den ich bereits hier und hier berichtet hab. Würde mich über Euer Feedback freuen.

Liebe Grüße.

Sonntag, 25. Mai 2008

Alles KROCHA oder was?

Bis vor einigen Wochen hab ich noch nie etwas von KROCHA gehört... bis Catherine Radam mich aufklärte; KROCHA ist seit 2007 quasi fester Bestandteil der österreichischen Jugendkultur, ist nicht politisch, sondern gehört im Prinzip zur Spaßkultur.

Die Kleidung erinnert schon stark an die 80er, deren Comeback ich wirklich nicht vermisst habe :o)

Frisuren gerne vorne kurz und hinten ellenlange Matte (Opelmantafrisurirgendwie)

Hier ein kurzes Video vom KROCHA-Contest in der Lugner-City.

Auf-Bild-klicken-dann-kuckn


Ach ja, KROCHA kommt von eine 'krochn, was soviel heißt wie hinein krachen, weitere Infos gibt's auf Wikipedia, Link hier

Samstag, 24. Mai 2008

AN ALLE SCHWEIZER und INNEN

... und diejenigen von Euch, die Schweizer Fernsehen schauen können:

Am Sonntag, 25. Mai 2008 auf SF 1 in Sternstunde Kunst um 12.00 ist unser Film



zu sehen, für den ich im Februar die Bilder gestaltete und über den ich bereits hier und hier berichtete. Würde mich über Euer Feedback freuen.

Liebe Grüße.

Dienstag, 13. Mai 2008

Leading to war


Medienjournalist Stefan Niggemeier verlinkt auf seinem Blog zu einem sehr sehenswerten amerikanischen Dokumentarfilm (Link zum Eintrag). Dieser trägt den Titel "Leading to war" und setzt sich ausschließlich aus Interviews und öffentlichen Auftritten der Politiker zusammen, die die USA in den zweiten Golfkrieg geführt haben.

Den Filmemachern Barry J. Hershey (Regie), Lewis D. Wheeler und Beth Sternheimer (Produktion) geht es um die größtmögliche Verbreitung und deshalb ist der Film hier kostenlos in 17 verschiedenen Untertitelsprachen kostenlos abrufbar oder für 10$ als DVD erhältlich.

Samstag, 26. April 2008

Farbkorrektur mit Magic Bullet Looks

Habe nun recht lang recht wenig Zeit gefunden, etwas in meinen Blog zu schreiben. Nun aber.

Genauso lang etwa hab ich darüber nachgedacht, ob ich 399 $ für ein Computerprogramm, genau genommen ein Plugin für Farbkorrekturen ausgeben sollte, 255 € sind ja schließlich kein Pappenstiel...

Habe mir also zunächst das Demo angesehen, dann das Trial heruntergeladen, um ein bisschen damit zu spielen und mich schließlich zum Kauf entschlossen. Ich muss sagen, Looks ist sein Geld wert.



Magic Bullet Looks ist ein mächtiges und einfach zu bedienendes Farbkorrektur-Tool der Firma Red Giant und ist für die meisten gängigen Schnittprogramme (Premiere Pro, Final Cut Pro und Avid) sowie für After Effects erhältlich, entweder zum direkten Download oder auf DVD.
Im Prinzip legt man M. B. Looks wie jeden anderen Filter auf den Clip, bei der Bearbeitung öffnet sich ein sehr schick gestaltetes Programm, bei dem man sich zunächst eines von 100 Presets aussucht. Dann hat man Zugriff auf die einzelnen Filter, aus denen sich das jeweilige Preset zusammensetzt und kann diese nach Belieben verändern. Zudem hat man die Möglichkeit, zusätzliche Filter auszusuchen und hinzuzufügen... und die Filter, die das Programm bietet, sind der Hit; ob Verlaufsfilter, Vignetten, Diffusionsfilter, Gamma-Kurven oder SFX-Filter wie etwa Sternfilter oder ähnliches, es bleiben kaum Wünsche offen... und das Programm ist wirklich einfach und schnell zu bedienen.
Auf das Bild geklickt, kann man sich einige Vorher-Nachher-Bilder anschauen, die ich zu diesem Zweck zusammengestellt habe. Viel Spaß.


Samstag, 12. April 2008

Halbzeit

Habe grad gesehen, daß die lieben Macher der GAMS-Film (Christina Zurbrügg & Michael Hudecek) einen ersten Trailer zu ihrem Film "Halbzeit" auf YOUTUBE gestellt haben, bei dem ich Anfang Februar den Letus Extreme das erste Mal ernsthaft eingesetzt habe. Farblich ist da noch nix korrigiert, aber falls Ihr trotzdem mal reinschauen wollt, einfach auf das Bild klicken.


Sonntag, 6. April 2008

Digitale Mehrfachbelichtung

Vor einiger Zeit baute mein ehemaliger Mitstudent Christoph Brunner ein ziemlich großes Magazin für eine 35mm-Kamera, um etwa eine Minute Filmmaterial, das an beiden Enden zusammengeklebt war, immer wieder belichten zu können. Das brachte mich zu der Frage, wie man das digital lösen könnte.

Die Lösung:
Ich möchte eine 10sekündige 100fach-Belichtung machen und nehme aus diesem Grund ein Bild etwa 17Minuten (100x10Sekunden) lang ganz normal mit dem Camcorder auf. Dann importiere ich den Clip ins Schnittsystem, stelle die Durchlässigkeit des Clips (opacity) auf 1%, teile ihn in 100 Teile, und lege diese in 100 Spuren untereinander... dann rendern.

Für das Ergebnis wie immer auf das Bild klicken, Vimeo macht den Rest.

Donnerstag, 27. März 2008

Für DIAGONALE-Gänger



Wer zum Festival des österreichischen Films geht, das vom ersten bis sechsten April in Graz stattfindet, kann gegen geringen Eintritt unseren Dokumentarfilm

ANWESEN(DE) - AM STEIN 16

ansehen. Es geht um drei Geschwister im Alter von Mitte 60 bis Anfang 70, die im Haus ihrer verstorbenen Eltern zusammentreffen und quasi Lebensbilanz ziehen. Mehr hier. Gedreht haben wir etwa eine Woche in Bregenz. Wir sind Wolfgang Rupert Muhr (Regie), Paul Schön (Ton und Kameraassistenz) und ich, Christian Haake (Kamera). Nach Hause gebracht haben wir 19 Stunden Rohmaterial, davon 6 Stunden Zeitraffer, aus dem wir diesen knapp halbstündigen Film gemacht haben.

Termine:

Mittwoch 02.04.
11:00 Uhr, Schubertkino 1

Samstag 05.04.
20:00 Uhr, Schubertkino 1

Ort: beide Vorstellungen im Schubert-Kino 1

Samstag, 15. März 2008

Vom Bau meiner Kamera

Mannomann, es dauert ewig, bis man eine Kamera soweit hat, aber nun ist meine HVX und mein Letus Extreme weitestgehend salonfähig.



Nur um ein paar Beispiele für Herausforderungen zu nennen, die sich bei so einem Zusammenbau ergeben:

Der Letus Extreme ist da, wird auf die Kamera gesetzt und man stellt fest, daß die Rohre vom Rod-systems des Ebay-Inders zu kurz sind.



Also gucken, wo man andere Rohre herbekommt. Aus schwerem Eisen kein Problem, aber leichte Kohlenstoff-Rohre, damit man nicht ewig viel Gewicht mit sich herumschleppt? Bei Hobbyland hab ich dann nach langem Suchen das Richtige gefunden und übers Internet bestellt.

Nächstes Problem; durch den Knick im Adapter ist das Kompendium selbst zu hoch. Ich filme also mit dem Objektiv das Kompendium aber nicht hindurch. Zwei Möglichkeiten; Kamera und Adapter mittels höherer Stützen weiter anheben oder ein zweites Rohrsystem installieren.

Zu dem Zeitpunkt, als ich diese Frage zu beantworten suchte, kam mein Follow Fokus von indieFOCUSpro und verursachte ein neues Problem; da das Zahnrad, das die Umdrehung auf das Objektiv überträgt eine sehr lange Achse hat, muss man bei kurzen Objektiven den FF so weit zurückziehen, daß man an die Stütze des Letus Adapters anstößt. (Wichtig, wenn jemand von Euch diesen FF bestellt: auf jeden Fall das Zahnrad "Cine pitch gear [0.8]" mitbestellen, mitgeliefert wird nur so ein schaumgummibezogenes Ding, das nicht mit schwergängigen Objektiven funktioniert. Zahnkränze, etwa von Redrock für die Objektive lassen sich mit dem zusätzlichen Zahnrad [0.8] betreiben.)

Um beide Probleme zu lösen, war die Version des zweiten Rohrsystems die sinnvollste. Dadurch rutscht das Kompendium weiter nach unten und der FF kann sich auch unterhalb der Adapterstütze befinden. Also brauchte ich Rohr-Brücken für die zweite Etage. Die habe ich bei Cinevate bestellt. 1/4 Zoll-Schrauben hab ich aus einem kleinen Schraubenladen in Wien, das heißt, der hatte sie nicht in der richtigen Länge und hat mir dann eine lange Gewindestange gegeben, zum Selbersägen.

Nächstes Problem ergab sich aus der zweiten Etage des Rohrsystems; kurz gesagt, die Kamera lies sich nicht mehr vom Stativ nehmen, weil die unteren Rohre nun beim Zurückziehen an den Stativkopf antießen. Deshalb hab ich nun eine Platte für das Brückensystem gebastelt, an die ich nun die Stativplatte anbringen kann. Die ist goldfarben provisorisch und schwer.

Nun fehlt nur noch der Halter für den S/W Röhrensucher und mein Schätzchen ist komplett.

Ach, weils sie echt schön ist, noch zwei Bilder:



Freitag, 14. März 2008

Neues Footage mit meinem Letus Extreme

Hab schon länger keine Zeit mehr gefunden, etwas zu posten. Letzten Sonntag war ich dann mal im Prater und hab ein paar Bilder gemacht, die man nun hier sehen kann. Wieder 100mm-Nikon-Objektiv/f2.8.

Klick auf Bild und kommt schon. Viel Spaß.



Dieses mal ohne Zeitraffer ;o)

Samstag, 1. März 2008

Die Lösung: vimeo


Nach dem Tipp von Philippe bin ich nun umgezogen zu VIMEO. Videos sind schon hochgeladen und können nun hier geschaut werden:

http://www.vimeo.com/user384884/videos

Dienstag, 26. Februar 2008

Zwei Dinge, die mich beschäftigen

1. Stage6, das ist ein Videoportal, auf das ich seit ca. 3 Wochen meine Videos hochlade und dann von diesem Blog aus verlinke. Es ist das meines Wissens beste Portal mit der besten Qualität und dem schönsten Layout, wirklich toll gemacht.... und nun schließt es am 28.02., Donnerstag also. Katastrofski! Falls jemand ein ähnlich gutes Portal kennt, bitte schickt mir den Link, DIVX als Upload-Format wäre ideal.
Warum kauft Google es eigentlich nicht? Die nehmen doch sonst alles.

2. Heute haben wir für den Imagefilm, an dem wir derzeit arbeiten, ein Interview mit dem Bundeskanzler Alfred Gusenbauer gemacht. Hat mir irgendwie imponiert, wie sicher er vor die Kamera tritt. Schade, daß es nur Blasen sind, die herauskamen, ein Lob an die großartige Arbeit der Kommunalkredit für die Finanzierung einer neuen österreichischen Autobahn an die tschechische Grenze.

Montag, 25. Februar 2008

Götterwetta

Wien hat scheinbar eine Menge Devisen an Petrus überwiesen. Den ganzen Tag trübte kein Wölkchen den Himmel und sogar für stahlblauen Himmel reichten die Penunsen… oder Petrus hat sich einfach nicht lumpen lassen und mir ein Geschenk gemacht.

Daher hieß es mal wieder; Das traute Stübchen verlassen und der Sucht frönen. Die Ergebnisse hier.


Wie immer Bild klicken und schön schauen :o)

Dienstag, 19. Februar 2008

Timelapsesucht

Kann man süchtig werden nach Zeitrafferaufnahmen? Manchmal bin ich überzeugt davon. Heute Nachmittag war das Licht so schön, da konnte ich nicht anders. Ich brauchte es.

Wie immer aufs Bild klicken und schon passiert's.


Erfahrungsbericht HVX und Letus35 Extreme

Der nun folgende Bericht schildert meine Erfahrungen vom Kauf des Letus Extreme über Zollfragen, Auffälligkeiten und erste praktische Erfahrungen bei meinem ersten zweiwöchigen Einsatz des Adapters und beantwortet dadurch wahrscheinlich schon einige Fragen, die bei den meisten (potenziellen) Käufern da sind.



Vorweg möchte ich sagen, dass der Letus35 Extreme eine Work-in-Progress-Arbeit ist. Es gibt schon jetzt Unterschiede zwischen dem Adapter, der im September 2007 produziert wurde und dem, den ich im Januar 08 in meinen Händen hielt. Kinderkrankheiten werden geheilt, sozusagen.

Bestellung:

Den Adapter kann man recht einfach über die Seite Letus Direct oder Adapterplace bestellen und online bezahlen.

Ich habe den Extreme mit einem Nikon-Mount und einem zusätzlichen PL-Mount bestellt, damit ich auch mit normalen Filmoptiken arbeiten kann. Dazu war mir die Adapterstütze (Support-Bracket) wichtig, damit nicht das Gewicht des Adapters und des Photoobjektivs auf dem Objektiv meiner HVX lastet, sondern auf einem 15mm-Rohrsystem (Rod Support), das ich vom Ebay-Inder bezogen habe.


Versand und Zoll:

Sobald das Gerät ausgesandt wird, bei mir hat das etwa sechs Wochen gedauert, bekommt man eine Tracking-Nummer über die man sich online über den aktuellen Aufenthaltsort informieren kann. Mit Zollbearbeitung hat der Transport selber etwa eine Woche in Anspruch genommen. Zoll (4-6%) + Einfuhrumsatzsteuer (20%) - und Zollbearbeitungsgebühren (8€) haben bei mir mit 220 Euronen zu Buche geschlagen, die ich beim Empfang der Ware an den Postmann abdrücken musste. Alles in allem habe ich rund 1400€ für den Adapter gezahlt.

Auspacken:

Der Adapter selber ist robust verarbeitet, sehr stabil und gut durchdacht.


Er besitzt zur Kameraseite hin einen bei laufendem Betrieb rot leuchtenden Ein/Ausschalter, mit dem man einen sehr leisen Motor in Bewegung setzt, der die Mattscheibe zum Vibrieren bringt...von außen kann man die Vibrationen auch fühlen, das hat aber keine negativen Auswirkungen auf das Bild, etwa dass dieses in extremen Teleeinstellungen zittern würde. Die Mattscheibe muss übrigens vibrieren, damit die Struktur (die Körnung) der Mattscheibe verschwimmt. Ansonsten würde die Kamera ihr Korn sehen.

Im Gegensatz zum P+S Adapter, bei dem man die Vibrationsgeschwindigkeit mittels Einstellrad bestimmen kann, hat der Letus35 Extreme nur eine Geschwindigkeit, ich würde aber nicht sagen, dass das ein Nachteil ist. Beim P+S Adapter ist es eher verlockend, die „Drehzahl“ herunter zu fahren, weil das so sichtbar werdende Korn echt schön filmisch aussieht. Bei der DVD-Kodierung kann man dann aber echte Probleme bekommen, weil das sich bewegende Korn große Datenraten in Anspruch nimmt. Da die Software nun versucht, das Bild zu glätten, wird es ganz matschig, unscharf und ist dann einfach nicht mehr schön.

In verschiedenen Foren liest man über Staub und Haare im Inneren des Adapters, die schon mitgeliefert werden. Auch ich fand einen dicken Fussel auf der Mattscheibe, ach was, der Fussel war nicht zu übersehen, er fand mich. Das scheint der Preis dafür zu sein, daß man etwa 7000€ weniger für einen Adapter bezahlt. Luftdruckdose auch gleich bestellen ist wohl die beste Lösung, braucht man eh.

Betrieben wird der Adapter mit 2 Mignonzellen, die direkt in das Batteriefach des Adapters eingelegt werden. Raffiniert ist der metallische Deckel des Fachs, der einfach aufgesetzt wird und an vier kleinen Magneten hält, die an den Außenkanten des Batteriefachs angebracht sind. Der Adapter selber ist sehr stromsparend, man kommt locker einen Drehtag mit 2 Akkus aus.

Vor Februar 2008: Die Mounts, die die Nikon-Optiken halten, sind nicht von bester Qualität. Es ist nach dem Aufsetzen des Objektivs ein leichtes Spiel da. Die Optiken sitzen nach dem Einrasten also nicht ganz fest und lassen sich etwas nach links oder rechts drehen. Je schwerer die Optik, desto mehr fällt das natürlich ins Gewicht.

Seit Februar 08 bestückt Letus seine Adapter mit den neuen Nikon-Mounts, die deutlich besser sind. Sie sind auch separat bestellbar und kosten als Update derzeit 59$, Normalpreis ist 99$. Mein neuer Mount hält nun auch ohne Ruckeln und Wackeln meinen großen Sigma-Zoom 70-210mm, der doch immerhin 1,2kg auf die Waage bringt (Stand:04/08).


Aufbau:



Sehr einfaches Prinzip; Dem Objektiv der Kamera entsprechenden Adapterring aufschrauben, dann den Adapter aufsetzen, ausrichten und mittels drei Inbus-Schrauben fixieren. Auf der anderen Seite den entsprechenden Optiken-Mount ebenfalls mit 3 Inbus-Schrauben fixieren und Objektiv aufsetzen. Wenn man mit Rod Support arbeitet, empfiehlt es sich, im Baumarkt einen Torx-Schraubenschlüssel in der Größe 10 zu kaufen, weil man die untere Schraube durch die Rohre fixieren muss. Mit einem kurzen Inbusschlüssel verkratzt man auf Dauer die Lackierung des Adapters.


Problem im Zusammenspiel Letus35 Extreme und HVX:

In verschiedenen Foren wird häufiger über folgendes Problem des Zusammenspiels zwischen Letus Extreme und HVX berichtet, das ich Panasonic Deutschland wie folgt geschildert habe:

Ein Blick durch den Adapter (Still der HVX) verrät das Problem (auf diesem Bild ist rechts und links das Innenleben des Adapters zu sehen, in der Mitte das projizierte Bild auf der Mattscheibe);



Die Mattscheibe ist nicht zentriert abzufilmen, ich muss also weiter einzoomen, um nicht links noch das Innenleben des Adapters zu filmen. Somit büßt das gesamte System an Lichtempfindlichkeit ein, weil im äußersten Telebereich die Lichtempfindlichkeit der Kamera abnimmt. Andererseits verliere ich erhebliche Bildinformationen auf der rechten Seite der Mattscheibe und damit an Qualität, was sich vor allem in der Schärfenabbildung zeigt. Die besten optischen Abbildungseigenschaften eines Objektivs liegen im Zentrum, zum Rand hin wird das Bild nicht nur unschärfer, sondern auch dunkler.

Mein erster Verdacht, daß die Mattscheibe im Adapter vielleicht nicht zentriert ist, konnte ich ad akta legen, als ich den Adapter vom Adapterring genommen habe und in der totalsten Einstellung den Adapterring an der Kamera gefilmt habe. Dieser sollte natürlich an beiden Seiten symmetrisch abgbildet werden, ganz deutlich sieht man aber links mehr von dem Ring als rechts.


Der „Technical Support Engineer“ von Panasonic deutete an, daß man evtl. die OIS-Linse (das ist die Linse, die für die Bildstabilisierung zuständig ist, OIS steht für Optical image Stabilizer, bei Sony und anderen Herstellen sagt man Steadyshot dazu) so versetzen kann, daß das Problem minimiert, bzw. behoben werden kann. Habe das Gerät dann per DHL zum Service nach Wiesbaden geschickt, sie haben die Kosten für den Transport übernommen und oben beschriebens versucht. Das Ergebnis ist, daß der CCD-Block nicht 100%ig an der Stelle sitzt, wo er hingehört. Ein Einstellen der OIS-Linse kann das Ergebnis zwar deutlich verbessern, aber zumindest in meinem Fall nicht komplett ausgleichen. Dennoch ist ein starker Schärfezuwachs zu beobachten.

Praxis:

Von Anfang bis Mitte Februar setzte ich den Adapter zum ersten Mal „ernsthaft“ ein. „Halbzeit“ wird ein patchworkartig geschnittener Film, der Ende Mai 08 im Vorfeld der Europameisterschaft im ORF und SFDRS ausgestrahlt wird. Anhand des Lebenslaufs der Schauspielerin und Musikerin Christina Zurbrügg, die eine Hälfte ihres Lebens in der Schweiz, die andere in Österreich verbrachte, werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Länder auf humorvolle Art und Weise dargestellt. Regie führten die Schauspielerin und ihr Lebensgefährte Michael Hudecek gemeinsam.

Hauptsächlich trägt Christinas Stimme aus dem Off den Film, dazu gibt es diverses Bildarchivmaterial, Bilder aus einem „Fernsehstudio“, die ohne Adapter gedreht wurden und letztlich szenisch gedrehte und geleuchtete Geschichten aus ihrem Leben. Diese sind sowohl innen als auch außen gedreht worden, bei Tag und bei Nacht.

Als erstes möchte ich sagen, daß es echt Spaß macht, mit dem Adapter zu arbeiten. Die geringe Schärfentiefe ist ein Traum und wertet das Bild unglaublich auf. Der technische Aufwand mit dem Letus nicht größer, als beim P+S Adapter. Was ich im Verhältnis zum Arbeiten mit dem deutschen Adapter vermisse, ist primär der eine Knopf, mit dem ich zeitgleich Adapter und Kamera auslösen kann und leider fehlt dem Letus35 ein Pin, an den ich ein Massband zum Schärfemessen anbringen kann..


Zur Verfügung standen mir in den meisten Szenen nur meine wenigen, nicht besonders lichtstarken Optiken; 1 Sigma Zoom 28-70mm f2.8, ein Nikon Zoom 70-200mm f3.5-4.0 und zwei Nikon Festbrennweiten 50mm f1.8 und 100mm f2.8.

Mit der Entscheidung für Nikon-Objektive bin ich nicht zufrieden. Das liegt nicht an der Bildqualität, sondern daran, dass die Drehrichtung des Schärferads genau umgekehrt zu der von Filmoptiken ist. Und das ist, wenn man selber schwenkt und schärft, zunächst mal eine Katastrophe. Man kann nicht mehr nach Gefühl schärfen, sondern muss ständig seinen Kopf einschalten und dreht trotzdem ständig in die falsche Richtung. Ich hoffe, dass ich bald den Punkt erreicht habe, an dem ich zwischen beiden Prinzipien kopflich einfach hin und her switchen kann. Mit Follow Focus wird das Arbeiten dann wieder leichter.

Der Lichtaufwand ist bei Innendrehs ähnlich groß, wie bei normalen 16mm-Filmproduktionen. Bei größeren Räumen braucht man meistens schon größere Einheiten, damit Hintergründe nicht zu dunkel werden. Wir hatten als HMI-Licht zwei ARRI 2,5KW-Stufen dabei, eine 1,2KW-Stufe zwei 200W-Stufen und 4-Fuss-Kinoflos und waren so auch für Drehs in dunklen Räumen gewappnet. Wichtig ist, daß das Streulicht oder direktes Licht aus Scheinwerfern ordentlich ausgedeckt wird. Das Bild wird sonst schnell immens flau, viel ärger als bei 16mm.

Der Adapter selber schluckt gefühlsmäßig nicht mehr Licht, als das P+S Pendant. Das liegt primär daran, daß der Letus Extreme eine größere Mattscheibe besitzt, als der P+S Adapter. Dadurch muss ich mit der Kamera nicht so weit in das Bild einzoomen und verliere nicht kameraseitig so viel Blende. Bei einem Dreh in der U-Bahn lieh ich mir ein lichtstarkes Photoobjektiv-Set vom Digitalkameraverleih aus und hatte so auch ohne zusätzliches Licht noch genügend Helligkeit zum drehen. Eher meine HVX braucht viel Licht.


Schärfenkontrolle:

Die Schärfe über den eingebauten Sucher oder das Display der HVX zu kontrolliern ist über den Focus-Assist, der den mittleren Bildausschnitt vergrößert, zwar meistens möglich, aber äußerst mühsam. Besser ist da ein portabler HD-Screen oder ein umgebauter Profi-Sucher mit Bildröhre.

Soviel fürs Erste. Dieser Artikel wird in nächster Zeit noch ausgebaut, Beispielvideos folgen und sobald der Artikel fertig ist, wird man ihn als PDF herunterladen können. Über Fragen, Anmerkungen und evtl. Korrekturen würde ich mich freuen.